Geschenke, Selbstverständlichkeit und Dankbarkeit

Manchmal erhalten wir ein Geschenk, ohne in der Lage zu sein, seinen tatsächlichen Wert für uns zu erkennen. Es schleicht sich  seitlich in unser Leben hinein, ist einfach da und verfehlt seine bereichernde Wirkung. Nicht, weil es falsch wäre, sondern weil wir es einfach nicht als Bereicherung erkennen können, weil es so selbstverständlich erscheint. 

Erst wenn es plötzlich wieder verschwindet, zeigt es sich auf drastische Art und Weise in Form von Vermissen, Leere, einer Lücke.

Es war klar, dass wir uns begegnen, denn so haben wir es verabredet. Es war keine Überraschung. Es war auch in dem Sinne nichts Besonderes, als dass wir uns ja schon über viele Leben kennen und immer wieder zusammen Abenteuer erleben. Wie also kann dennoch diese tiefe Dankbarkeit in unser Leben zurückkommen, insbesondere wenn wir einander ja zuvor nicht vermisst haben?

Die Antwort hat sich gerade gezeigt: 

Indem wir jetzt die Lücken erkennen dürfen, die wir in unseren jeweiligen Leben tatsächlich hinterlassen. 

Das erklärt auch, weshalb das „Universum immer zweimal liefert“. Um eine Welle zu erzeugen, muss es zuerst einmal Wasser geben (erste Lieferung). Dann muss dieses Wasser sich zurückziehen, um dann mit Schwung zurückzukommen (zweite Lieferung).

Die Dankbarkeit entspricht der Amplitude der Welle.