Christian, was ist das Geheimnis Deines Erfolgs?
Also, um es kurz zu machen: Es besteht aus mehreren Bausteinen.
Zum Einen ist es das Wollen. Ich will erfolgreich sein. Zum anderen ist es, daß ich mir selbst die Erlaubnis erteilt habe, mich zu verändern. Ich habe aktiv endlich hin geschaut, welche Gedanken, Urteile, Verhaltensmuster, innere Glaubenssätze, also Programmierungen, mir und meinen Zielen im Wege standen und stehen.
Dazu gehört die Bereitschaft, mir selbst einzugestehen, bisher auf Irrwegen unterwegs gewesen zu sein. Das nenne ich „Selbstehrlichkeit“. Je mehr ich das Leben als einen immer währenden Prozess erkenne und einen Irrtum als einen Wegweiser zum richtigen Weg zurück zum richtigen Weg deute, desto leichter fällt es mir, meine Fehler zu erkennen, sie mir einzugestehen, zu verzeihen und eine neue Richtung einzuschlagen.
Dazu kommt, daß ich all mein Handeln und auch all meine Sorgen, Probleme, Ängste mit Gott und meinem höheren Selbst bespreche. Es ist ein lebendiger, immer währender Dialog, der mir immer hilft, zu erkennen, was die Wahrheit ist und welchen Weg ich gehen soll. Ich lasse mich inzwischen gerne führen und freue mich sehr über Zeichen und Eingebungen.
Ein weiterer Baustein ist das systematische Aufbauen des Glaubens hin zu einem Wissen. Zunächst ist es das Wollen. Glauben ist tatsächlich Willenssache. Ich wollte glauben und habe diesen Glauben lange ganz vorsichtig wie eine kleine Pflanze aufgepäppelt. Am Anfang war es für mich sehr wichtig, alles zu unterlassen, was meinen zunächst kleinen und schwachen Glauben hätte erschüttern, schwächen oder gar zerstören können. Ich habe meine diesbezüglichen Beobachtungen und Erkenntnisse nicht, oder nur mit ausgewählten Menschen geteilt, von denen ich wusste, daß sie reinen Herzens sind und ebenfalls glauben oder glauben wollen.
Ich habe auch keine Experimente gemacht, um sozusagen aus Neugier oder Spaß zu testen, ob es denn auch wirklich funktioniert. Und ich habe nur angegangen, was ich mir auch wirklich selber glauben konnte. Die Trefferquote, aus der Rückschau betrachtet, ist sehr beachtlich. Das festigt den Glauben zu einem unerschütterlichen Wissen. Nun kann ich offen darüber sprechen, auch in Gegenwart von Menschen, die zweifeln und sogar aktiv versuchen, mir meinen Glauben zu zerstören. Das ist in Anbetracht dessen, was ich erleben durfte, nicht mehr möglich.
Zum Erfolg gehört auch, mich so zu verhalten, daß ich mir selber glauben kann. Das habe ich erst spät gelernt. Es ist sehr wichtig, realistische Ziele zu setzen, im kleinen wie im großen. Es fängt damit an, daß ich nicht einfach die Küche aufräumen kann, wenn ich mir gerade vorgenommen habe, mich mit einem Kaffee aufs Sofa zu setzen. Und umgekehrt natürlich.
Und ich muss, um glaubwürdig und verlässlich zu sein, tun, was ich zugesagt habe, und vorhersehbar sein in meinem Handeln. Ich glaube, das ist nicht nur für die Menschen wichtig, sondern auch für unsere Helfer in der Geistigen Welt. Wenn ich nun ein von ganz oben eingetütetes Geschenk erhalten soll, was zum Beispiel in einer schicksalhaften Begegnung liegen kann, dann wäre es nicht hilfreich, kurzfristig umzuplanen wegen einer kurzfristigen Schwierigkeit. Manche Schwierigkeiten sind nämlich nichts weiter, als Manifestationen unserer Sabotageprogramme. Sie spekulieren darauf, daß wir den Widerständen nachgeben und uns umleiten lassen. Man kann es auch wie kleine Tests sehen um zu prüfen, ob wir etwas wirklich wollen, oder ob wir uns leicht ablenken lassen von unserem Ziel. Wer sich mit gelenkten Waffen auskennt, die man zum Beispiel aus Kampfflugzeugen abschießt, der kann sich das so vorstellen: Unser Ziel verschießt ständig Täuschkörper, Chaff oder Flares, und wenn der Suchkopf unserer Rakete nicht wirklich genau weiß, wonach er schaut, dann lässt er sich ablenken, und die Rakete verfehlt das Ziel.
Das mit den Hindernissen ist aber eine Wissenschaft für sich, da bin ich auch noch nicht wirklich am Ziel. Manchmal stehen auch noch Aufgaben an, die vor der Erreichung eines Zieles gelöst werden müssen. Das kann z.B. auch das Erkennen von verborgenen Ängsten sein und das Bearbeiten der Ursachen. Oder einfach, daß man noch was lernen muss, um wirklich reif für das gewünschte Ziel zu sein. Wenn man über längere Zeit zu viel Druck ausüben muss, ist es nicht so gut. Der erfolgversprechende Weg sind aus meiner Sicht kurze, gezielte Steuerimpulse, wie beim Wildwasserrafting. Ansonsten laufen lassen. Wenn man durchgehend mit voller Kraft am Paddeln ist,fährt man aus meiner Sicht den Fluss in die falsche Richtung. Oder in die richtige Richtung, stromabwärts, aber zu schnell und man verkürzt die Reisezeit, strengt sich unnötig an und hat viel weniger davon. Es gibt immer mal Phasen,in denen man richtig Gas geben muss, aber das ist nicht der Dauerzustand.
Wertschätzung dessen, was da ist, hier in der materiellen Welt, ist ebenso wichtig. Wir müssen akzeptieren, daß unsere Zeit limitiert ist, und daher priorisieren. Dabei ist es gut, bewusste Opfer zu bringen. Das enthebt uns der Beliebigkeit. Zum Beispiel ist mir meine Zeit zuhause mit meiner wundervollen Partnerin und den Kindern sehr viel wert. Damit bekommt das, womit ich meine Zeit verbringe, wenn ich nicht daheim bin, automatisch einen sehr hohen Wert. Wenn ich das Geld wertschätzen kann und mich für einen Gegenstand oder ein Erlebnis entscheide, dann ist es auch sehr viel mehr wert, als wenn Geld mir nichts bedeutet.
Verständlich?
Und noch ein Baustein: Ich mache konsequent das, was ich möchte. Zum Beispiel: Wenn ich reich sein möchte, dann verhalte ich mich so. Ich beweise mir, daß ich reich bin. Oft nämlich nutzen wir die Möglichkeiten gar nicht, die wir haben. Geld bedeutet ja Möglichkeiten zu haben. Wenn ich etwas möchte, dann nutze ich alle meine Möglichkeiten, um da dran zu kommen. Auf der anderen Seite: Wenn ich in etwas keinen Wert sehe, nehme ich es nichtmal zum Schnäppchenpreis.
Sonst noch Fragen?
Nein, danke für diese wunderbaren Ausführungen.
Sehr gerne!